Bring me back

Der Kaffee zum Mitnehmen

Die kleine Kaffeepause ist auch auf dem Campus der Universität Paderborn unverzichtbar. Ob als Take-Away oder in den gastronomischen Einrichtungen des Studierendenwerks wurden bis zum April 2017 über 2/3 der Heißgetränke im Pappbecher verkauft. Und dies, obwohl das Studierendenwerk für den Pappbecher einen Aufschlag von 20 Cent berechnete.

Zum 1. April 2017 führte das Studierendenwerk den eigenen Pfandbecher für 1 € ein. Gleichzeitig wurde der Preis für den Einwegpappbecher auf 50 Cent erhöht. Als direkt erkennbares Ergebnis reduzierte sich der Pappbecherkonsum innerhalb kurzer Zeit um 72 %.

Flankierend zu der Maßnahme setzte das Studierendenwerk Paderborn auf eine gezielte Kundeninformation über die Umweltschädlichkeit der Pappbecher und gesundheitliche Bedenken beim Genuss von Kalt- und Heißgetränken aus Einwegbechern, wie sie meist im Einsatz sind.

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung vom 17. bis 25. November 2018 ging das Studierendenwerk noch einen Schritt weiter: Mit einer frühzeitigen Vorankündigung, verschwand der Pappbecher für diese Woche völlig aus dem Angebot auf dem Campus der Universität Paderborn im Rahmen der Aktion: „Ich bin dann mal weg“.
Die Resonanz bei den Gästen war durchweg positiv.

Motiviert durch den Ansporn der Studierenden und Gäste gab es nur eine logische Konsequenz: „Der Pappbecher bleibt dann mal weg!“

 

Keine Einwegbecher mehr seit 2018

Auf dem Campus der Universität Paderborn gibt es damit seit dem 17. November 2018 keine Pappbecher mehr. Heißgetränke werden nur noch im Pfandbecher oder in der eigenen, mitgebrachten Tasse verkauft.

 

Nachhaltigkeit und Bilanz

Anlass für uns eine Bilanz zu ziehen. 

Der Kaffee als "Überlebenselixier" der Studierenden und Bediensteten ist ein sensibles Gut. Die Befürchtung, dass die Abschaffung des "schnellen" Pappbechers den Konsum schmälern könnte, war spürbar.

Die Einführung der eigenen Tasse war die richtige Entscheidung und wird vom Studierendenwerk Paderborn korrespondierend zum vorhandenen Tassenaufdruck als „Bring me back“ bezeichnet.

Übrigens: Bei jeder Wiederverwendung eines Mehrwegbechers werden im Vergleich zur Herstellung eines herkömmlichen Einweg-Pappbechers 21 g CO2 vermieden.